Sie haben einen guten Vertriebsleiter. Er kennt die Kunden, er kennt die Produkte, er kennt die Branche. Trotzdem ist er ständig am Löschen: Eskalationen, Sonderkonditionen, Angebote in letzter Minute, persönliche Kundenbesuche, die eigentlich ein Außendienstmitarbeiter machen sollte.
Das ist kein Führungsproblem. Das ist ein Systemfehler.
Woran Sie den Systemfehler erkennen
- Der Vertriebsleiter ist bei den meisten Abschlüssen persönlich involviert.
- Ohne ihn dauern Entscheidungen länger oder fallen gar nicht.
- Er verbringt mehr Zeit im operativen Geschäft als an Strategie, Prozessen oder People Development.
- Sein Urlaub ist spürbar — im Umsatz.
Wenn einer dieser Punkte zutrifft, hat der Vertrieb kein System. Er hat eine Person, die das System ersetzt.
Was passiert, wenn Sie nichts ändern
Kurzfristig: nichts. Der Vertriebsleiter kompensiert. Langfristig: Burnout, Stillstand bei der Teamentwicklung, null Skalierbarkeit. Und wenn er geht, bricht nicht nur Umsatz weg — es bricht das gesamte informelle System weg, das nie dokumentiert wurde.
Die unbequeme Wahrheit
Ein Vertriebsleiter, der ständig im Tagesgeschäft eingebunden ist, ist kein engagierter Führer — er ist ein Symptom dafür, dass es keinen funktionierenden Vertriebsprozess gibt. Keinen standardisierten Qualifizierungsprozess. Keine klare Rollenverteilung. Keine Pipeline-Disziplin.
Das ist keine Kritik an der Person. Es ist eine Aufforderung an die Geschäftsführung, das System zu bauen, das diese Person entlastet.